
Museumskino Dresden e.V.
Förderung des Filmkulturorts in den Technischen Sammlungen Dresden
Das Museumskino in den Technischen Sammlungen Dresden ist seit 2002 ein besonderer Ort für Filmkultur und Filmgeschichte. Im nostalgischen Kinosaal wurden bislang mehr als 40 thematische Filmreihen präsentiert.
Regelmäßig gibt es Vorführungen auf originalen ERNEMANN VII B-Projektoren aus dem eigenen Sammlungsbestand, die historische 35-mm-Filmtechnik unmittelbar erlebbar machen. Filmeinführungen, Vorträge und Filmgespräche sowie die kontinuierliche Beschäftigung mit der Dresdner Filmgeschichte machen das Museumskino zu einem Treffpunkt für Cineastinnen und Cineasten.
Für seine herausragende Programmarbeit wurde das Museumskino 2018 mit dem Programmpreis der DEFA-Stiftung ausgezeichnet.
Dresdner Stummfilmtage

Die Dresdner Stummfilmtage entstanden 2016 aus dem Wunsch, das Museumskino bekannter zu machen und das Kinoerlebnis vergangener Zeiten wieder erfahrbar zu werden lassen. Mittlerweile hat sich das Festival etabliert und ist zum größten Stummfilm-Event in Sachsen geworden.
Es richtet sich sowohl an Filmbegeisterte und Kulturinteressierte als auch an Menschen, die diese außergewöhnliche Kunstform erstmals entdecken möchten. Mit einem abwechslungsreichen Programm, inspirierenden Spielorten und der Verbindung von Film und Live-Musik schafft das Festival einen Raum für Begegnung, Austausch und die gemeinsame Begeisterung für das Kino seiner Anfänge.
Kooperationsveranstaltungen im Dresdner Lingnerschloss
Eine enge Kooperation verbindet den Museumskino Dresden e.V. mit dem Clubkino im Lingnerschloss. Gemeinsam entwickeln und realisieren beide Häuser thematische Filmreihen, die filmhistorische Perspektiven mit aktuellen Fragestellungen verbinden. Den Auftakt bildete 2025 die Reihe „Arbeiter verlassen die Fabrik – Filme zum Strukturwandel in Ost und West.“ Seither entstanden drei gemeinsame Reihen, zuletzt im Frühjahr 2026: „Verdrängtes und gelebtes Gedächtnis. Jüdisches Leben im deutschen Film nach 1945“.
Die Zusammenarbeit schlägt eine filmhistorische Brücke über die Elbe und verbindet zwei traditionsreiche Dresdner Kinostandorte. Ziel der Kooperation ist es, filmkulturelles Erbe sichtbar zu machen, Synergien zu nutzen und ein breiteres Publikum für Filmgeschichte und Kinokultur zu begeistern.
Das Museumskino auf Wanderschaft
Mit der sanierungsbedingten Schließung der Technischen Sammlungen Dresden beginnt für das Museumskino eine neue Phase: Um dem Publikum spannende filmhistorische Programme auch während der Schließzeit zu präsentieren, wird das Museumskino Dresden e.V. an Interimsspielstätten zu Gast sein.
Ziele
- Organisation von thematischen Filmreihen im Rahmen des Museumskinos Ernemann VIIb in den Technischen Sammlungen
- Pflege des Stummfilms in traditionellen und zeitgenössischen Aufführungen
- Dresdner Filmhistorie [insbesondere DEFA-Trickfilmstudio und historisches Archivmaterial]
- Einführungen, Vorträge und Gespräche zu Filmen und zur Filmgeschichte
- Filmpädagogische Programme für Kinder und Jugendliche
[Satzung des Vereins, §2]
Vorstand
Vorsitz
Markus Jüngling
Studium der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft, Musik- und Kommunikationswissenschaften. Langjährige Tätigkeit als freier Kulturjournalist. Beiträge zum Thema Film für Zeitschriften (epd Film u.a.) und DVD-Publikationen. Seit 2023 ehrenamtliche Kuratierung im Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden.
Mitglied des Vorstandes
Dr. Karsten Fritz
Medienpädagoge. Langjährige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden (Forschung und Lehre mit Schwerpunkten u.a. Medienpädagogik, Filmgeschichte/-theorie, Projekt- und Kulturmanagement). 2005 Promotion zum Dr. phil.. 2012-2023 Geschäftsführer des Vereins Medienkulturzentrum Dresden. Seit 2004 ehrenamtliche Kuratierung im Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden.
Mitglied des Vorstandes
Matthias Hirth
Studierter Pianist, Komponist, Produzent und Dozent. Er lebt als freischaffender Musiker mit langjährigen Erfahrungen in verschiedensten Ensembles und Besetzungen. Der Hauptfokus in seiner derzeitigen Konzertätigkeit liegt in einer musikalisch vielseitigen Stummfilmbegleitung und in der Kuration der Dresdner Stummfilmtage.
Filmreihen
Aktuelle Filmreihe
Geplante Filmreihe
Archiv
Filmreihen im Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden
Klappe, die 1. (2002) Klassiker der Filmgeschichte
Klappe, die 2. (2003) OSCAR-Reif
Klappe, die 3. (2003) Die tränende Leinwand – Liebesfilme
Klappe, die 4. (2003) Die geteilte Leinwand – Deutsche Filme der fünfziger Jahre
Klappe, die 5. (2004) Klassiker der Filmgeschichte, Teil 2
Klappe, die 6. (2004) Die geteilte Leinwand – Deutsche Filme der sechziger Jahre
Klappe, die 7. (2005) Die geteilte Leinwand – Deutsche Filme der siebziger Jahre
Klappe, die 8. (2005) Film im Nationalsozialismus
Klappe, die 9. (2006) Die geteilte Leinwand – Deutsche Filme der achtziger Jahre
Klappe, die 10. (2006) DEFA & Dok – Experimental- und Stummfilm
Klappe, die 11. (2007) Die erotische Leinwand
Klappe, die 12. (2007) (1) Drehort Dresden „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“, (2) Film im Film
Klappe, die 13. (2008) Deutsche Literatur im Film
Klappe, die 14. (2008) (1) Russische Literatur im Film, (2) Tschechische Filme nach dem Prager Frühling, (3) Schachfilme
Klappe, die 15. (2009) Verboten, unvollendet, versteckt: Der kritische DEFA-Film
Klappe, die 16. (2009) Adam, Anton und ein irrer Duft von frischem Heu
Klappe, die 17. (2010) „Die Straße ist schwarz, nicht nur vom Dunkel der Nacht allein“ – Film Noir
Klappe, die 20. (2011) Italienischer Neorealismus
Klappe, die 21. (2012) 10 Jahre Museumskino – 10 Jahrzehnte deutscher Film, Teil 1
Klappe, die 22. (2012) 10 Jahre Museumskino – 10 Jahrzehnte deutscher Film, Teil 2
Klappe, die 23. (2013) Theater, Theater, …
Klappe, die 24. (2013) „(Alb)TraumMaschinen“ – Wissenschaft und Technik im deutschen Spielfilm
(Teil 1: vom Stummfilm zum Tonfilm, Teil 2: DEFA)
Klappe, die 25. (2014) „Bei unseren Helden“ – Der erste Weltkrieg im Film
Klappe, die 26. (2014) Kino-Express – Die Eisenbahn im Film
Klappe, die 28. (2015) „Wem gehört die Welt“ – Realität und Utopie im Film der 1920er und der frühen 1930er Jahre
Klappe die 29. (2015) Diven der Leinwand
Klappe, die 30. (2016) Regie: Frank Beyer
Klappe, die 31. (2016) Verführer der Leinwand
Klappe, die 32. (2017) Manne Krug – die frühen Filme
Klappe, die 34. (2017) Meister der Regie: Andrzej Wajda
Klappe, die 35. (2018) Am Puls der Zeit: Regisseur Roland Gräf
Klappe, die 36. (2018) 100 Jahre Ingmar Bergmann
Klappe, die 37. (2019) In Memoriam: DEFA-Filmregisseur Heiner Carow
Klappe, die 38. (2019) Hauptrolle Computer – 50 Jahre Robotron
Klappe, die 39. (2019) Der weibliche Blick – Regisseurinnen im internationalen Film
Klappe, die 40. (2020) Regie: Elem Klimow
Klappe, die 41. (2021) Wer ist das Monster? – Filmreihe zur Klimaausstellung „Wolke 8. Das Klima und Wir“
Klappe, die 42. (2021) Konrad-Wolf – Deutsche Themen
Klappe, die 43. (2022) Movies & Stories – Die TOP 20 aus 20 Jahre Museumskino
Klappe, die 44. (2022) Movies & Stories – Die TOP 20 aus 20 Jahre Museumskino, Teil 2: Publikumslieblinge
Klappe, die 45. (2023) „Das Leben ist doch keine Rolltreppe…“ – Andreas Dresen
Filmreihen im Museumskino der Technischen Sammlungen, in Kooperation mit dem Clubkino im Lingnerschloss
Tragödien der Straße – ein realistischer Filmblick auf die 20er Jahre
Vor genau 100 Jahren wurde in Dresden der Ernemannbau errichtet, Anlass für die Technischen Sammlungen im Herbst an dieses Denkmal der Industriekultur zu erinnern. Dabei entstand die Idee einer Filmreihe, die die Alltagswirklichkeit der „goldenen“ 20er Jahre ins Visier einer kritischen filmischen Betrachtung rückt. Titelgeberin der Filmreihe ist Lotte H. Eisner, die berühmte deutsche Filmkritikerin, die in ihrem Buch „Die dämonische Leinwand“ das Kapitel zu den 20er Jahren entsprechend überschreibt.
In dieser Zeit erlebte das deutsche Kino zwischen Expressionismus und Realismus die vitalste und kreativste Phase seiner Geschichte. Fanden die Schrecken der Nachkriegszeit zunächst in Visionen des Düsteren und Fantastischen Gestalt, so gewann doch bald eine nüchterne und realistische Darstellung der Wirklichkeit die Oberhand. Die Filme von Karl Grune, G.W. Pabst und Gerhard Lamprecht setzen sich kritisch mit den sozialen Problemen der Zeit auseinander, in „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“ fand die Neue Sachlichkeit ihren reinsten Ausdruck.
Betrachtet man die 20er Jahre in Deutschland retrospektiv, so gibt es neben zahlreichen klischeebedienenden Reflexionen auf die sogenannten „goldenen 20er“ auch eine Reihe von filmischen Beispielen, die die Alltagsrealität wirklichkeitsnah abbilden, beispielhaft „Affaire Blum“ und „Das Spinnennetz“.
29.09.23 | Die kleine Filmakademie: „So ist das Leben nun einmal“
Die Neue Sachlichkeit im deutschen Film der 20er Jahre. Vortrag von Dr. Karsten Fritz
29.09.23 | „Der letzte Mann“, F.W. Murnau (D 1924)
13.10.23 | „Die freudlose Gasse“, G.W. Pabst (D 1925)
27.10.23 | „Die Verrufenen“, Gerhard Lamprecht (D 1925)
17.11.23 | „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“, Walter Ruttmann (D 1927) [musikalische Begleitung durch Matthias Hirth]
01.12.23 | „Affaire Blum“, Erich Engel (D 1948)
15.12.23 | „Das Spinnennetz“, Bernhard Wicki (BRD 1989)
Der unsichtbare Bürger – Erich Kästner als Drehbuchautor
Der Drehbuchautor Erich Kästner hielt sich gern im Verborgenen. Als aufstrebender Schriftsteller und mediales Multitalent der Weimarer Republik war das Medium Film für ihn Ausdrucksmittel und Einnahmequelle. Doch Kästner lernte das Drehbuchschreiben in Zusammenarbeit mit anderen Autoren, seine Beiträge blieben oft ungenannt oder verschleiert.
Im NS-Deutschland wurde das souverän-ironische Spiel mit Autorenidentitäten zur bitteren Notwendigkeit: Erich Kästner arrangierte sich auf ambivalente Weise mit den Verhältnissen und konnte nur noch unter Pseudonymen wie „Berthold Bürger“ publizieren. Als er sein ehrgeizigstes Drehbuch, den UFA-Jubiläumsfilm „Münchhausen“, schrieb, wurde er im Vorspann verschwiegen. In der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit zum Klassiker rehabilitiert, adaptierte Kästner seine eigenen Werke für den Film: werkgetreu, aber sensibel für den aktuellen Zeitgeist.
Diese Reihe lüftet den Schleier und erzählt die Geschichten hinter den Filmen. Auf dem Programm: „Münchhausen“ und „Drei Männer im Schnee“, seltene Kästner-Adaptionen für Erwachsene und die deutsche Fassung des Hollywood-Klassikers „Alles über Eva“. Kästners Synchrondrehbuch war sein einziger Ausflug ins sogenannte „Dunkelkammergewerbe“, bei dem aber – eine Ironie der Geschichte – mit seinem prominenten Namen eigens geworben wurde.
19.01.24 | Kleine Filmakademie: Erich Kästner und der Film. Vortrag von Dr. Karsten Fritz
19.01.24 | „Drei Männer im Schnee“, Kurt Hoffmann (Österreich 1955)
02.02.24 | „Die Koffer des Herrn O.F.“, Alexei Granowski (D 1931)
16.02.24 | „Der kleine Grenzverkehr“, Hans Deppe (D 1943)
01.03.24 | „Die verschwundene Miniatur“, Carl-Heinz Schroth (BRD 1954)
22.03.24 | „Liebe will gelernt sein“, Kurt Hoffmann (BRD 1963)
05.04.24 | „Alles über Eva“, Joseph L. Mankiewicz (USA 1950)
19.04.24 | „Münchhausen“, Josef von Baky (D 1943)
Arbeiter verlassen die Fabrik – Filme zum Strukturwandel in Ost und West
Ob Stahlwerker, Kohlemänner, Textilarbeiterinnen und Koker – die Arbeitswelt dieser Menschen ist einem fortlaufenden Wandel unterworfen – technisch, wirtschaftlich, ökologisch und vor allem sozial. Berufsfelder verschwinden, die Branchen und Regionen prägten. Doch zahlreiche Filmemacher stellen sich entgegen, halten das Verschwindende in eindringlichen, historisch wertvollen Dokumentaraufnahmen fest. Und sie sehen und hören genau hin. So entstehen Porträts von Menschen, deren Hingabe zum Beruf, Stolz und Widerstandsgeist sehr berührend sind. Der sensible Dokumentarblick zeigt: Selbst in verzweifelten Situationen finden sich Würde, Menschlichkeit und (manchmal tragikomischer) Humor.
Die Reihe zeigt Dokumentarfilme über den Strukturwandel der Textil-, Stahl- und Kohleindustrie aus DDR, BRD und dem vereinigten Deutschland. Einen spannenden Akzent setzt der Film „Work Hard – Play Hard“: Wo in den modernen Arbeitswelten die Identifikation mit dem Beruf verlorengeht, sollen spezielle Maßnahmen von Architektur bis Mitarbeitermotivation helfen. Schöne Neue Arbeitswelt?
Die Filmreihe ist ein neues Kooperationsprojekt zwischen dem Museumskino Dresden e.V. in den Technischen Sammlungen und dem Clubkino im Lingnerschloss. Durch einen filmhistorischen Brückenschlag über die Elbe verbinden sich hier zwei Dresdner Traditionshäuser mit spannenden Ausblicken zu cineastischen Einblicken.
21.02.25 | Kleine Filmakademie: Filmische Reflektion zum Strukturwandel in Ost und West. Vortrag von Dr. Karsten Fritz
21.02.25 | „Wittstock, Wittstock“, Volker Koepp (D 1997)
26.02.25 | Kurzfilmprogramm „ÜberArbeiten“: „Proll!“, Adrian Figueroa (D 2021), „Marina“, Julia Roesler, (D 2018), „Platform“, Johannes Büttner/ Steffen Köhn (D 2022)
07.03.25 | „Stilllegung. Oberhausen Mai-Juni ’87“, Klaus Wildenhahn (BRD 1987)
12.03.25 | „Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann“, Helke Misselwitz (DDR 1989)
21.03.25 | „Losers and Winners“, Ulrike Franke/ Michael Loeken (D 2006)
26.03.25 | „Work Hard – Play Hard“, Carmen Losmann (D 2011)
04.04.25 | „Stollen“, Laura Reichwald (D 2020)
Über sie lach(t)en die Deutschen – Komische Männer im Film
Männer geraten in lächerliche Situationen. Und das Publikum liebt sie dafür. Die Stars der deutschen Filmkomödie bewegen sich zwischen Witz- und Identifikationsfigur. Ihre Popularität erzählt uns viel über den jeweiligen Zeitgeist. Heinz Rühmann und Heinz Erhardt kämpfen im Vorkriegs- und BRD-Unterhaltungskino als „kleiner Mann“ um ihren gesellschaftlichen Status. Rolf Herricht und Erwin Geschonneck machen im DDR-Lustspiel mit Schläue und Mutterwitz ihr Glück. Anarchie auf deutsche Art.
Karl Valentin, Gerhard Polt und Otto Waalkes kollidieren hingegen mit den Konventionen der Gesellschaft, was deren Grenzen und Absurditäten deutlich macht. Loriot porträtiert bürgerliche Verklemmungen. Und Wolfgang Stumph macht sich im wiedervereinigten Deutschland auf Italienreise.
Es darf also gelacht werden über deutsche Männlichkeit. Nicht zu vergessen, die kongenialen Partnerinnen: Liesl Karlstadt, Evelyn Hamann, Gisela Schneeberger, Trude Herr…
26.09.25 | Kleine Filmakademie: Ein Streifzug durch deutsche Filmkomik zwischen Karl Valentin und Loriot. Vortrag von Markus Jüngling
26.09.25 | Karl Valentin: Die beliebtesten Kurzfilme, Karl Ritter/ Karel Lamač/ Hans H. Zerlett/ Karl Valentin/ Jacob Geis (D 1932-1936)
01.10.25 | „Karbid und Sauerampfer“, Frank Beyer (DDR 1963)
17.10.25 | „Wenn wir alle Engel wären“, Carl Froelich (D 1936)
24.10.25 | „Natürlich die Autofahrer“, Erich Engels (BRD 1959)
07.11.25 | „Geliebte Weiße Maus, Gottfried Kolditz (DDR 1964)
14.11.25 | „Otto – Der Film“, Xaver Schwarzenberger/Otto Waalkes (BRD 1985)
28.11.25 | „Go Trabi, Go”, Peter Timm (D 1991)
05.12.25 | „Ödipussi“, Vicco von Bülow (BRD 1988)
Verdrängtes und gelebtes Gedächtnis – Jüdisches Leben im deutschen Film nach 1945
Die Darstellung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur im deutschen Nachkriegsfilm ist eine Geschichte von Abwesenheit und Schuldabwehr, von langsam einsetzender Aufarbeitung und schließlich von vielstimmiger Normalität. Dabei verlief die Darstellung von Judentum in Ost- und Westdeutschland nach 1945 auf grundlegend unterschiedlichen Wegen und war geprägt von den jeweiligen politischen Systemen, Ideologien und Geschichtsnarrativen.
Mit einer retrospektiven Filmreihe und einem begleitenden Rahmenprogramm möchten sich die Kooperationspartner Museumskino in den Technischen Sammlungen und das Clubkino im Lingnerschloss am landesweiten JAHR DER JÜDISCHEN KULTUR in Sachsen 2026 beteiligen. Auf der Suche nach Bildern über jüdisches Leben fokussiert die Reihe auf das wichtigste Kulturmedium des 20. Jahrhunderts – den Film. Der retrospektive Ansatz ermöglicht einen emotionalen und zugleich filmkünstlerischen Zugang für ein breites Publikum. Die Filmreihe bietet zudem eine Auseinandersetzung mit den politischen und ideologischen Kontexten der Entstehungszeit.
19.03.26 | Kleine Filmakademie: Jüdisches Leben im deutschen Film nach 1945 – ein kritischer Überblick. Vortrag von Dr. Karsten Fritz und Markus Jüngling
19.03.26 | „Ehe im Schatten“, Kurt Maetzig (D 1946)
26.03.26 | „Der Ruf“, Josef von Baky (BRD 1949)
01.04.26 | „Sterne“, Konrad Wolf (DDR 1959)
09.04.26 | „David“, Peter Lilienthal (BRD 1979)
22.04.26 | TACHEKES-Kurzfilmprogramm zum Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen
29.04.26 | „Levins Mühle“, Horst Seemann (DDR 1980)
07.05.26 | „Herr Zwilling und Frau Zuckermann“, Dokumentarfilm, Volker Koepp (D 1999)
13.05.26 | „Alles auf Zucker!“, Dani Levy (D 2004) zu Gast Dani Levy



